Warum möchtest du deine letzte Arbeitswoche noch mit besonders viel Leistung rechtfertigen?

Der Abschied steht fest, und plötzlich nimmst du mehr auf dich als sonst. Du möchtest alles fertigstellen, jede Lücke schließen und möglichst unentbehrlich in Erinnerung bleiben. Die Übergabe wird zu einem letzten Beweis deiner Loyalität. Dabei ist längst vereinbart, wann deine Verantwortung in dieser Rolle endet und andere übernehmen müssen.

Ein Abschied kann den Wunsch verstärken, ein gutes Bild zu hinterlassen. Vielleicht möchtest du auch Schuldgefühle beruhigen, weil dein Weggang zusätzliche Arbeit verursacht. Eine sorgfältige Übergabe ist wichtig. Sie bedeutet aber nicht, dass du alle offenen Fragen eines Unternehmens vor deinem letzten Tag persönlich und dauerhaft lösen kannst.

Du könntest gemeinsam priorisieren, was dokumentiert, übergeben oder später entschieden werden soll. Das schützt die verbleibende Zeit und macht Zuständigkeiten klar. Du darfst ordentlich gehen, ohne dich zum Schluss vollständig aufzubrauchen. Deine bisherige Arbeit wird nicht erst dadurch gültig, dass du in der letzten Woche noch einmal über jede Grenze hinausgehst.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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