Du hast einen passenden Vorschlag, aber gerade keine Zeit für die Umsetzung. Als eine Kollegin ihn übernehmen möchte, wirst du unruhig. Du willst, dass die Idee Wirklichkeit wird, und zugleich soll erkennbar bleiben, woher sie kam. Beides miteinander auszuhalten ist schwieriger, als du erwartet hast.
Der Wunsch nach Anerkennung ist nicht automatisch Eitelkeit. Gerade in Umgebungen, in denen Beiträge übersehen oder vereinnahmt werden, kann er berechtigt sein. Gleichzeitig brauchen viele Ideen Zusammenarbeit, um überhaupt wirksam zu werden. Die Alternative muss nicht lauten, alles selbst zu machen oder vollständig unsichtbar zu werden.
Du könntest klären, wie Beiträge benannt werden und welche Rolle du weiterhin übernehmen möchtest. Eine solche Absprache schützt Beziehung und Arbeit. Du darfst teilen und trotzdem auf faire Anerkennung achten. Großzügigkeit wird nicht ungültig, nur weil du darin als beteiligter Mensch sichtbar bleiben möchtest.