Du erreichst eine Auszeichnung oder übertriffst ein Ziel. Kurz ist da Freude, dann suchst du bereits nach dem nächsten Vergleich. Ohne eine neue Messlatte fehlt dir die Richtung. Der Sieg verändert wenig, weil du dich nur während des Wettkampfs wirklich konzentriert und lebendig erlebst.
Wettbewerb kann spannend und verbindend sein. Wenn er jedoch die einzige Quelle von Orientierung wird, bleibt Zufriedenheit stets an ein nächstes Ergebnis gebunden. Vielleicht geht es dir weniger um Überlegenheit als um Struktur oder Zugehörigkeit. Diese Bedürfnisse lassen sich nicht ausschließlich durch weitere Siege erfüllen.
Du könntest nach einem Erfolg eine kleine wettbewerbsfreie Phase ausprobieren. Was interessiert dich, wenn niemand bewertet? Die Antwort muss nicht sofort klar sein. Es geht nicht darum, deinen Ehrgeiz abzuschaffen, sondern darum, ihm Gesellschaft zu geben: Freude, Neugier und Beziehungen, die keine Rangfolge brauchen.