Warum macht dich die Frage nach deinem Fünfjahresplan stumm?

Du kannst erklären, was du gerade lernst und welche Aufgaben dich interessieren. Sobald jemand nach deinem Fünfjahresplan fragt, fehlen dir die Worte. Du hast keine fertige Position vor Augen. Das wirkt plötzlich wie Orientierungslosigkeit, obwohl dein nächster Schritt durchaus eine Richtung besitzt.

Nicht alle Menschen planen über feste Titel oder lange Zeiträume. Manche entwickeln sich über Themen, Beziehungen oder Erfahrungen. Außerdem sind Branchen und Lebensumstände nicht vollständig vorhersehbar. Eine ehrliche Vorstellung von guten Arbeitsbedingungen kann deshalb hilfreicher sein als eine beeindruckende Zukunftserzählung, an die du selbst nicht glaubst.

Du könntest von den Fähigkeiten sprechen, die du vertiefen möchtest, und von der Art Verantwortung, die dich interessiert. Das ist ebenfalls ein Ausblick. Du darfst eine Richtung benennen, ohne so zu tun, als ließe sich dein Leben auf einen präzisen Punkt im Kalender festlegen.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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