Warum erzählst du von deiner Weiterbildung, als wäre sie nur ein Hobby?

Abends lernst du konzentriert, bereitest Prüfungen vor und setzt neue Kenntnisse um. Wenn jemand danach fragt, spielst du den Aufwand herunter. Es sei nur etwas nebenbei. Deine ernsthafte Neugier bekommt eine kleine Verpackung, damit niemand zu hohe Erwartungen an dich stellen kann.

Vielleicht möchtest du dich vor Enttäuschung schützen, falls der Abschluss schwierig wird. Vielleicht wurde Lernen in deinem Umfeld nur dann anerkannt, wenn es sofort einen beruflichen Nutzen hatte. Doch eine Weiterbildung darf sowohl persönlich bedeutsam als auch beruflich offen sein. Ihr Wert braucht nicht schon festzustehen.

Du könntest sagen, dass du dich mit einem Thema intensiver beschäftigst und noch schaust, wohin es führt. Das ist weder Prahlerei noch eine Erfolgszusage. Es lässt deine gegenwärtige Anstrengung sichtbar werden, ohne aus ihr sofort einen fertigen Zukunftsplan machen zu müssen.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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