Warum klingt eine klare Abwesenheitsnotiz für dich unhöflich?

Du schreibst, dass du erst nächste Woche wieder erreichbar bist, und ergänzt sofort mehrere weiche Zusätze. Vielleicht schaust du zwischendurch doch hinein. Vielleicht antwortest du bei Dringlichkeit. Am Ende lässt deine Nachricht genau die Tür offen, die sie eigentlich schließen sollte.

Freundlichkeit wird manchmal mit möglichst vielen Ausnahmen verwechselt. Eine klare Information kann jedoch rücksichtsvoller sein als eine vage Hoffnung. Wer weiß, wann du zurückkommst und an wen dringende Anliegen gehen, kann sich darauf einstellen. Ungewissheit hilft meist niemandem besonders gut.

Du könntest deine Abwesenheitsnotiz kurz, warm und eindeutig halten. Ein Rückkehrdatum und gegebenenfalls eine vereinbarte Vertretung genügen. Du musst keine Verfügbarkeit anbieten, die du nicht wirklich leisten möchtest. Verlässliche Grenzen können ein Ausdruck von Respekt sein, gerade weil andere sie verstehen können.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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