Warum nimmst du Arbeit mit in den Urlaub, obwohl niemand darum gebeten hat?

Zwischen Sonnencreme und Ladekabel legst du den Dienstrechner in die Tasche. Nur zur Sicherheit, sagst du. Am Urlaubsort prüfst du dann morgens die Nachrichten, damit nichts liegen bleibt. Der freie Tag beginnt mit einem Blick zurück ins Büro und wird dadurch seltsam schmal.

Vielleicht gibt dir das Nachsehen ein Gefühl von Überblick. Vielleicht ist die Vertretung tatsächlich unklar. Beides verdient eine konkrete Antwort statt eines stillen Bereitschaftsdienstes. Erholung gelingt schwer, wenn du innerlich jederzeit mit einem Einsatz rechnest, selbst unter schönen Umständen.

Vor der nächsten Reise könntest du Übergabe und Notfallwege genauer klären. Im Urlaub darf dann das vereinbarte System tragen. Loslassen heißt nicht, dass deine Arbeit unwichtig ist. Es heißt auch, anderen zuzutrauen, für eine begrenzte Zeit ohne deinen täglichen Kontrollblick auszukommen.

Bleib neugierig.

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