Warum räumst du vor einer neuen Lebensphase plötzlich deine Schubladen auf?

Ein neuer Arbeitsplatz beginnt nächste Woche, und ausgerechnet jetzt sortierst du Kabel, alte Quittungen und Kugelschreiber. Die Schublade hat mit deiner neuen Aufgabe nichts zu tun. Trotzdem fühlt es sich sinnvoll an, dort Ordnung herzustellen, während vieles andere noch offen und schwer greifbar bleibt.

Ein überschaubarer Raum kann bei einem Übergang Halt geben. Du kannst Entscheidungen treffen, Ergebnisse sehen und manches tatsächlich abschließen. Das muss keine Flucht vor den wichtigen Fragen sein. Erst wenn das Sortieren alle Vorbereitung ersetzt, lohnt es sich zu prüfen, wovor es dich gerade fernhält.

Du darfst die Schublade fertig machen und danach eine einzige konkrete Sache für den neuen Abschnitt klären. Nicht alles muss vor dem Anfang geordnet sein. Ein wenig Unfertigkeit kann mitkommen, ohne deinen Aufbruch zu verhindern.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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