Du gehst die Strecke zur früheren Schule noch einmal ab. Deine Füße kennen die Abkürzung, doch an der Kreuzung steht ein neues Gebäude. Einige Wege scheinen unverändert, andere führen ins Leere. Du bewegst dich durch eine Gegend, die zugleich wirklich da und innerlich ergänzt ist.
Vertraute Wege können Erinnerungen tragen, die du im Sitzen nicht abrufen würdest. Gleichzeitig zeigt dir der heutige Ort, dass auch außerhalb deiner eigenen Geschichte Zeit vergangen ist. Die Umgebung hat weitergelebt. Das kann schmerzlich und beruhigend zugleich sein, weil nicht alles auf deine Rückkehr gewartet hat.
Vielleicht lässt du dich einmal bewusst von der neuen Straße führen. Du musst den alten Weg nicht vollständig wiederfinden. Ein Besuch kann beide Zeiten miteinander ins Gespräch bringen, ohne sie miteinander zu verwechseln.