Warum klingt das Wort irgendwann bei wichtigen Wünschen so beruhigend?

Du möchtest eine alte Freundin besuchen, ein Instrument lernen oder eine Geschichte aufschreiben. Wenn du daran denkst, sagst du dir: irgendwann. Das Wort hält die Möglichkeit offen, ohne heute Zeit, Geld oder Mut zu verlangen. Für einen Moment fühlt sich dadurch nichts endgültig versäumt an.

Offene Zukunft kann trösten. Sie kann aber auch verhindern, dass du zwischen einem wirklichen Wunsch und einer angenehmen Vorstellung unterscheidest. Nicht alles muss verwirklicht werden. Doch manche Dinge brauchen einen kleinen Platz im Kalender, wenn sie mehr bleiben sollen als ein freundlich vertagter Gedanke.

Wähle vielleicht einen Wunsch aus und frage nach seinem nächsten machbaren Schritt. Die anderen dürfen vorerst offenbleiben. Du musst nicht dein ganzes Leben beschleunigen, um einem einzigen wichtigen Vorhaben etwas Gegenwart zu geben.

Bleib neugierig.

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