Warum fühlt sich eine Stunde mit alten Freunden kürzer an?

Ihr sitzt gerade erst zusammen, und schon schaut jemand auf die Uhr. Dabei habt ihr geredet, geschwiegen, gelacht und mehrere Geschichten unterbrochen. Auf dem Heimweg wunderst du dich, wie wenig Zeit sich eine volle Stunde anfühlen kann, wenn niemand sie ausdrücklich einteilen muss.

Vertrautheit kann den Blick auf die Uhr in den Hintergrund rücken. Du bist nicht damit beschäftigt, jeden Satz abzuwägen oder die nächste Aufgabe vorzubereiten. Zugleich tragen alte Freundschaften viele vergangene Begegnungen mit in die Gegenwart. Eine kleine Verabredung kann deshalb überraschend dicht wirken.

Du musst das Treffen nicht verlängern, bis alle erschöpft sind. Vielleicht reicht es, den nächsten Termin wirklich auszumachen. Nähe braucht nicht immer möglichst viele Stunden, sondern gelegentlich eine verlässliche Fortsetzung im heutigen Leben.

Bleib neugierig.

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