Du holst das Buch, greifst dann zum Handy, legst es weg und fängst an zu schreiben. Nach einer Stunde liegen fünf angefangene Sachen neben dir. Keine davon hast du zu Ende gebracht.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass du etwas verpasst, wenn du dich für eine Sache entscheidest. Worauf baust du – auf viele Anfänge oder auf eine Sache, die dich erfüllt? Wer alles anfängt, schließt nichts ab.
Wer auf Liebe baut, wählt abends eine Beschäftigung und bleibt eine Weile dabei. Du darfst etwas liegen lassen, ohne es sofort durch das nächste zu ersetzen. Ein ruhiger Abend braucht keine zehn Anfänge.