Warum bewertest du einen ruhigen Tag als verschwendet?

Am Abend sitzt du da, und obwohl nichts Schlimmes passiert ist, fühlt sich der Tag leer an. Du fragst dich, was du eigentlich geschafft hast, und zählst stumm die Dinge auf, die du nicht getan hast.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein Leben ohne sichtbare Leistung nichts wert ist, dass du nur zählst, wenn du etwas vorweisen kannst. Worauf baust du – auf die ständige Produktion oder auf den Wert, den du schon hast?

Wer auf Liebe baut, darf einen Tag einfach so vergehen lassen, ohne ihn zu benoten; er weiß, dass Ruhe kein Verlust ist. Du darfst dich ausruhen, ohne dich dafür zu rechtfertigen.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

Nach oben scrollen