Deine Schwester sucht etwas gegen ihre Sorgen, und du nennst sofort einen Bestseller, von dem du nur den Klappentext kennst. Sie kauft das Buch und fragt dich später nach deiner Lieblingsstelle. Du weichst aus.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass du hilflos wirkst, wenn du keinen Rat weißt, und deshalb lieber etwas nennst, das gut klingt. Worauf baust du – auf einen Namen, der überzeugt, oder auf eine Empfehlung, die du ehrlich geben kannst?
Wer auf Liebe baut, sagt offen, dass er das Buch selbst nicht kennt, und sucht gemeinsam mit ihr. Du darfst auch einmal keine Antwort haben. Eine ehrliche Empfehlung aus eigener Erfahrung hilft deiner Schwester mehr als ein fremder Titel.