Du greifst hinein und legst den Deckel schnell wieder auf, als dürfte niemand sehen, wie viele du nimmst. Dabei bist du allein in der Küche. Die Dose wandert sofort zurück ins Regal, und du isst im Stehen, den Blick zur Tür gerichtet.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass dein Appetit etwas Ungezügeltes ist, das du verbergen musst. Worauf baust du – auf heimliches Naschen oder auf bewusstes Genießen? Was du dir erlaubst, musst du nicht verstecken.
Wer auf Liebe baut, legt sich die Kekse auf einen Teller und isst sie in Ruhe. Du darfst deinen Hunger spüren, ohne dich dabei zu beobachten. Genuss darf sichtbar sein.