Warum meldest du dich bei deinen Nachbarn erst, wenn sie bei dir klingeln?

Du siehst sie im Treppenhaus und nickst nur kurz. Wenn du Zucker brauchst, stehst du lieber vor der leeren Dose, als zu klingeln. Erst wenn sie bei dir läuten, öffnest du und tust überrascht.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass dein Anliegen lästig wirkt und die Nähe dann unangenehm bleibt. Worauf baust du – auf Abstand, der sicher schweigt, oder auf ein kurzes Gespräch an der Tür? Nachbarschaft lebt von kleinen Berührungen.

Wer auf Liebe baut, fragt beim nächsten Mal offen, wenn er etwas braucht, und bietet zugleich etwas an. Du darfst Nachbarn ansprechen, ohne sofort alles erklären zu müssen. Ein einfaches Klingeln ist keine Zumutung.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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