Du drehst die Musik so laut, dass deine Ohren danach klingeln. Wenn jemand dich darauf anspricht, winkst du ab. Das Klingeln verschwindet ja wieder, denkst du, und drehst noch weiter auf.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass dir die laute Musik die Stille ersetzt, in der deine Gedanken zu laut werden. Worauf baust du – auf den Lärm, der dich betäubt, oder auf Ohren, die dich noch in vielen Jahren begleiten sollen?
Wer auf Liebe baut, dreht die Lautstärke herunter und sucht sich ein Lied, das auch leise trägt. Du darfst die Stille aushalten, ohne sie mit Lärm zu füllen. Leise Musik kann dich genauso tragen wie laute.