Beim Astronomieabend richtest du das Fernrohr auf die hellsten Sterne, die alle kennen. Von den Sternen, die nur im Dunkel sichtbar werden, und den fernen Galaxien erzählst du nichts. So bekommt dein Publikum ein Bild, das nur die halbe Nacht zeigt.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass das Unscheinbare die Zuhörer langweilt und deine Vorführung dann weniger glänzt. Worauf baust du – auf den leichten Beifall oder auf ein Staunen, das auch das Verborgene sichtbar macht?
Wer auf Liebe baut, richtet das Fernrohr auch auf einen blassen Fleck und lässt die Gäste selbst entdecken, was dort leuchtet. Du darfst zeigen, was nicht sofort ins Auge fällt, denn gerade darin liegt das Geheimnis.