Das neue Medikament liegt vor dir, und du überfliegst den Beipackzettel. Bei den Nebenwirkungen hörst du auf, sobald du die vertrauten Begriffe wiederfindest. Den Rest, der dir neu und unangenehm wäre, lässt du ungelesen.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass eine unbekannte Warnung dir die Zuversicht nimmt, das Mittel guten Gewissens zu nehmen. Worauf baust du – auf das halbe Wissen, das dich beruhigt, oder auf die vollständige Lektüre, die dich vorbereitet?
Wer auf Liebe baut, liest den Beipackzettel einmal zu Ende und fragt in der Apotheke nach, was unklar bleibt. Du darfst informiert entscheiden, ohne dich von jeder Zeile beunruhigen zu lassen.