Die Tabletten liegen nicht im Bad, sondern hinten in deiner Tasche. Wenn deine Familie fragt, wie es dir geht, sagst du, alles sei in Ordnung. Du willst niemanden beunruhigen. Doch das Verstecken kostet dich jeden Tag ein Stück Kraft.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass deine Krankheit dich in ihren Augen klein und hilfsbedürftig macht. Worauf baust du – auf die Fassade der Stärke oder auf Menschen, die dich auch mit Diagnose mögen?
Wer auf Liebe baut, legt die Packung offen in den Schrank und beantwortet eine Frage ehrlich. Du darfst dich versorgen lassen und musst deine Behandlung nicht allein tragen. Geteilte Sorge trägt sich leichter als ein Geheimnis.