Die Wut oder Traurigkeit steigt auf, und sofort suchst du nach Gründen, warum sie unberechtigt ist. Du zerlegst das Gefühl, bis es klein und vernünftig wirkt. Was übrig bleibt, ist ein dumpfer Druck, der sich schwer benennen lässt.
Vielleicht trifft auf dein Wegerklären zu: Dahinter steht Angst: dass deine Gefühle übertrieben oder unkontrollierbar sind. Worauf baust du – auf die vernünftige Erklärung oder auf das, was dein Inneres dir ehrlich zeigt? Gefühle wollen gesehen werden, nicht zerredet.
Wer auf Liebe baut, lässt das Gefühl kurz da sein und fragt, was es ihm sagen will. Du darfst fühlen, ohne jedes Gefühl sofort begründen zu müssen.