Warum korrigierst du dich selbst, kaum hast du einen Satz gesagt?

Du erzählst am Tisch von deinem Wochenende, doch schon nach zwei Sätzen unterbrichst du dich selbst. Kaum ist ein Wort heraus, schiebst du ein kleines „eigentlich“ hinterher und nimmst es zurück. Am Ende weiß niemand so recht, was du nun wirklich erlebt hast.

Vielleicht trifft auf dein Selbstkorrigieren zu: Dahinter steht Angst: dass deine Worte falsch ankommen oder dich angreifbar machen, wenn du sie nicht sofort absicherst. Worauf baust du – auf die ständige Nachbesserung oder auf deine Stimme, die auch einmal unfertig klingen darf? Wer sich dauernd verbessert, nimmt dem Gesagten die Kraft.

Wer auf Liebe baut, lässt den Satz stehen, so wie er gekommen ist, und redet einfach weiter. Du darfst dich unfertig ausdrücken, ohne jedes Wort sofort zurückzunehmen.

Bleib neugierig.

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