Du willst ein Körnerbrot, aber die Verkäuferin fragt, ob es das helle Mischbrot sein darf. Du nickst, obwohl du das andere wolltest. Zuhause schneidest du es an und fragst dich, warum du nicht einfach deinen Wunsch gesagt hast.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass du unhöflich wirkst, wenn du widersprichst, und dass dein Wunsch die andere Person in Verlegenheit bringt. Worauf baust du – auf das freundliche Nicken oder auf das Brot, das du wirklich essen willst? Ein klarer Wunsch ist keine Zumutung, sondern eine Bitte um das Richtige.
Wer auf Liebe baut, sagt beim nächsten Mal freundlich, welches Brot er möchte, und bleibt dabei. Du darfst aussprechen, was du willst, ohne dich dafür zu entschuldigen.