Warum erzählst du beim Frühstück jeden Morgen denselben Traum, den niemand versteht?

Jeden Morgen beginnst du mit demselben Traum: ein Zug, eine offene Tür, ein verschwundener Koffer. Deine Familie nickt und greift nach dem Brot. Du wiederholst die Details, als müsste jemand die richtige Deutung aussprechen.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass der Traum eine Botschaft trägt, die du verpasst, wenn du ihn nicht festhältst. Worauf baust du – auf das ständige Wiederholen oder auf das Vertrauen, dass Wichtiges bei dir bleibt? Nicht jeder Traum will gelöst werden wie ein Rätsel.

Wer auf Liebe baut, erzählt den Traum einmal und legt ihn dann zur Seite. Du darfst Bilder kommen und gehen lassen, ohne sie jeden Morgen neu zu verhandeln.

Bleib neugierig.

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