Warum prüfst du die Türklinke abends dreimal, bevor du ins Bett gehst?

Du bist schon im Flur, dann gehst du zurück zur Haustür und drückst die Klinke. Im Bett fällt dir ein, dass du sie doch nicht geprüft hast, also stehst du noch einmal auf. Erst beim dritten Mal lässt dich der Gedanke schlafen.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass eine offene Tür alles gefährdet, was hinter ihr liegt, und dass nur deine Kontrolle es sichert. Worauf baust du – auf das wiederholte Prüfen oder auf das Vertrauen, dass dein Zuhause hält? Die Klinke antwortet dir beim ersten Druck längst.

Wer auf Liebe baut, prüft einmal, sagt sich laut „Die Tür ist zu“ und bleibt im Bett. Du darfst das Absichern beenden, wenn es dich nicht mehr beruhigt, sondern nur noch wachhält.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

Nach oben scrollen