Im Vereinsheim hängt eine Wanderkarte mit Wegen, die es seit Jahren nicht mehr gibt. Du kennst den neuen Verlauf genau, sagst aber nichts, weil dich die Mühe schreckt. So führt die Karte Fremde in die Irre, und du schaust täglich daran vorbei.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass dein Hinweis als kleinlich gilt oder dir die Arbeit der Korrektur aufgebürdet wird. Worauf baust du – auf die Bequemlichkeit des Schweigens oder auf eine Karte, die zeigt, wie die Wege wirklich verlaufen?
Wer auf Liebe baut, spricht den Vorstand auf die Karte an und bietet an, die Korrektur zu prüfen. Du darfst den Aufwand scheuen und trotzdem Bescheid geben, denn ein richtiger Wegweiser ist ein Geschenk an alle.