Die Petition landet morgens in deinem Gruppenchat, und noch vor dem Frühstück steht dein Name unter den Unterschriften. Der Titel klingt gerecht, die Schlagzeile macht dich zornig. Den eigentlichen Forderungstext hast du nie bis zum Ende gelesen. Erst Tage später fragst du dich, wofür du deinen Namen hergegeben hast.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass du zu langsam wirkst und eine wichtige Sache verpasst, wenn du erst alles in Ruhe prüfst. Worauf baust du – auf die schnelle Zustimmung oder auf einen Namen, der nur für das steht, was du wirklich verstehst?
Wer auf Liebe baut, liest den Text einmal ganz durch und unterschreibt erst, wenn er dahinterstehen kann. Du darfst dir Zeit nehmen, bevor dein Name für etwas bürgt, das du nicht kennst.