Das Messgerät liegt unbenutzt in der Schublade und kommt nur zum Einsatz, wenn dir beim Aufstehen schwarz vor Augen wird. Dann sitzt du kurz, misst, erschrickst über den Wert und legst das Gerät wieder weg. Zwischen den Anfällen fragst du nicht weiter nach.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass regelmäßige Werte dich zu einer Diagnose führen, die deinen Alltag verändert. Worauf baust du – auf Zufallsmessungen im Ausnahmezustand oder auf ein ruhiges Bild deines Kreislaufs im Alltag? Nur wer regelmäßig misst, sieht, was wirklich los ist.
Wer auf Liebe baut, misst jeden Morgen zur gleichen Zeit und trägt die Werte in ein kleines Heft ein. Du darfst deinem Körper zuhören, ohne dich von einzelnen Zahlen beherrschen zu lassen.