Nach dem zweiten Kilometer meldet sich dein Knie mit einem feinen Stechen, das beim Abbremsen kurz aufflammt. Du läufst weiter, beißt die Zähne zusammen und feierst am Ende deine Zeit. Nur nachts, im Bett, pocht es leise und erinnert dich daran, dass etwas nicht stimmt.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass eine Pause deinen Fortschritt zunichtemacht und du nie wieder in deinen Rhythmus findest. Worauf baust du – auf erzwungene Kilometer oder auf ein Knie, das dich noch viele Jahre trägt? Ein pochender Körper bittet um Gehör, nicht um Strafe.
Wer auf Liebe baut, gönnt dem Knie ein paar ruhige Tage und tauscht das Laufen gegen sanftere Bewegung. Du darfst langsamer machen, ohne dein Ziel aufzugeben.