Warum lässt du in eurer Nähe keine ruhigen Minuten zu?

Kaum sitzt ihr beieinander, schaltest du Musik an, füllst jedes Schweigen mit Plänen oder greifst zum Handy. Stille fühlt sich für dich an wie ein Loch, das gefüllt werden muss. Dabei wünschst du dir insgeheim mehr Ruhe.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass im Schweigen Fragen auftauchen, auf die du keine Antwort hast. Worauf baust du – auf den ständigen Lärm oder auf die Ruhe, in der zwei Menschen einander erst wirklich begegnen?

Wer auf Liebe baut, hält ein paar Minuten Stille aus und lässt die Pause einfach stehen. Du darfst ruhig sein, ohne die Stille sofort mit etwas füllen zu müssen.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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