Du kennst das Gefühl. Jemand verletzt dich, und trotzdem willst du bleiben. Vielleicht ein Partner, der dich übersieht, ein Freund, der nur ruft, wenn er etwas braucht. Die Frage ist: Warum bleibst du?
Oft hat das nichts mit der anderen Person zu tun, sondern mit einer alten Angst. Der Angst, allein zu sein. Der Angst, dass Liebe verdient werden muss. Aus dieser Angst klammerst du dich an das Vertraute, selbst wenn es wehtut. Bekannter Schmerz fühlt sich sicherer an als unbekannter.
Doch dieselbe Situation sieht anders aus, wenn du sie umdrehst. Was, wenn du nicht bleiben musst, sondern bleiben darfst? Dann verändert sich nichts an den anderen, aber alles an dir.
Du musst nicht sofort gehen. Ein kleiner Schritt genügt: Frage dich heute, ob du aus Liebe handelst oder aus Angst. Allein diese Frage zu stellen, ist der Anfang von Veränderung. Neugier statt Urteil, auch dir selbst gegenüber.