Warum erzählst du allen, wie viel du zu tun hast, sobald jemand fragt?

Wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, antwortest du zuerst mit deinem vollen Terminkalender. Du zählst auf, was alles ansteht, und merkst dabei, wie wenig Raum für dich selbst bleibt. Die Frage nach deinem Befinden geht in der Aufzählung unter.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass du ohne volle Tage nicht wichtig oder nicht genug bist. Worauf baust du – auf das Bild des unentbehrlich Beschäftigten oder auf die Erlaubnis, auch einmal leer zu sein?

Wer auf Liebe baut, sagt beim nächsten Mal ehrlich, wie es ihm wirklich geht. Du darfst müde sein und es aussprechen, ohne deine volle Liste vorauszuschicken.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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