Deine Freundin ist gereizt, und sofort kaufst du ihr unterwegs eine Kleinigkeit, um die Stimmung zu retten. Du willst den Konflikt nicht ansprechen, sondern ihn mit einer Aufmerksamkeit zudecken. Die schlechte Laune verschwindet kurz, aber das eigentliche Thema bleibt unberührt. So wiederholst du das Muster bei jeder Verstimmung.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein offenes Gespräch den Streit verschärft und du ihn nicht mehr kontrollierst. Worauf baust du – auf kleine Geschenke oder auf die Klarheit, die ein ehrliches Wort schafft? Wer Stimmungen nur zudeckt, erreicht den anderen nicht.
Wer auf Liebe baut, fragt ruhig, was gerade los ist, und hält die Verstimmung gemeinsam aus, statt sie zu beschenken. Du darfst schwierige Gefühle ansprechen, ohne sie mit Gaben glätten zu müssen.