Warum erzählst du dem Therapeuten die Sache mit dem Schlüssel erst am Ende?

Die ganze Stunde redest du über den Alltag, und erst kurz vor Schluss erwähnst du beiläufig den verlorenen Schlüssel. Dabei war es genau das, worüber du eigentlich sprechen wolltest.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass das wirklich Wichtige zu schwer wiegt und du es lieber kleinredest. Worauf baust du – auf das Umkreisen des Themas oder auf das Vertrauen, dass du auch mit dem Schweren nicht allein gelassen wirst?

Wer auf Liebe baut, bringt das Eigentliche am Anfang zur Sprache und lässt sich dabei Zeit. Du darfst sagen, was dich wirklich bewegt, auch wenn es groß und unfertig klingt.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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