Warum prüfst du deine eigene Arbeit strenger als die der anderen?

Bei deiner eigenen Ausarbeitung streichst du jeden dritten Satz, während dir Fehler bei anderen kaum auffallen. Für dich selbst gilt ein Maßstab, den sonst niemand einfordert. Selbst ein fertiger Absatz wirkt in deinen Augen nie abgeschlossen, und du zögerst, ihn abzugeben.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass nur makellose Arbeit beweist, dass du deinen Platz verdienst. Worauf baust du – auf eine Perfektion, die dich lähmt, oder auf das Vertrauen, dass dein Bestes heute genug ist?

Wer auf Liebe baut, behandelt die eigene Arbeit mit derselben Milde wie die fremde. Du darfst Fehler machen, daraus lernen und dein Ergebnis trotzdem gern in die Hand nehmen.

Bleib neugierig.

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