Warum versteckst du deine Lesegewohnheiten, wenn Kollegen nach Buchempfehlungen fragen?

Beim Mittagessen fragt ein Kollege nach Buchempfehlungen. Du nennst einen Bestseller, den alle kennen, und verschweigst die Romane, die du wirklich liebst. Aus Angst, dein Geschmack könnte zu eigen wirken, zeigst du eine glatte Auswahl. Der Kollege bekommt nichts von dem, was dich wirklich bewegt.

Vielleicht willst du dazugehören. Dahinter steht Angst: dass dein besonderer Geschmack dich seltsam erscheinen lässt. Worauf baust du – auf eine unauffällige Empfehlung oder auf ein ehrliches Teilen, das dich nahbar macht? Wer nur das Gefällige nennt, verschenkt die eigene Stimme.

Wer auf Liebe baut, nennt das Buch, das ihn zuletzt wirklich berührt hat, auch wenn es nicht alle kennen. Du darfst einen eigenen Geschmack haben. Genau das macht deine Empfehlung wertvoll.

Bleib neugierig.

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