Bevor du das Licht ausmachst, legst du zwei Finger an dein Handgelenk und zählst. Schlägt dein Herz ein paar Mal schneller als sonst, liegst du noch lange wach und horchst in dich hinein. Der Abend, der dich zur Ruhe bringen sollte, macht dich unruhig.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass irgendetwas in deinem Körper unbemerkt aus dem Takt geraten könnte. Worauf baust du – auf das Zählen und Kontrollieren oder auf das Vertrauen, dass dein Herz längst weiß, wie es schlägt?
Wer auf Liebe baut, legt abends die Uhr ab und lässt die Finger ruhig auf der Decke liegen. Du darfst deinem Körper vertrauen, ohne jede Regung zu überwachen; er schlägt auch dann weiter, wenn du nicht hinsiehst.