Warum wartest du tagelang auf eine Antwort, statt selbst noch einmal nachzuhaken?

Du hast deinem Freund eine wichtige Frage geschickt, und seit Tagen kommt keine Antwort. Du schaust ständig aufs Handy und deutest sein Schweigen auf alle möglichen Arten. Nachfragen willst du nicht, weil du nicht aufdringlich wirken möchtest. So quälst du dich durch eine Woche voller Ungewissheit.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein zweites Nachfragen dich bedürftig erscheinen lässt und die Antwort nur verschlimmert. Worauf baust du – auf das stille Abwarten oder auf die Klarheit, die eine freundliche Rückfrage schafft? Wer nie nachhakt, überlässt sein Wohlbefinden dem Schweigen anderer.

Wer auf Liebe baut, schreibt nach ein paar Tagen eine kurze, ruhige Erinnerung und fragt, ob die Nachricht ankam. Du darfst um eine Antwort bitten, ohne lästig zu sein.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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