Jedes Treffen mit dieser Freundin endet damit, dass du erschöpft nach Hause fährst. Sie redet nur über sich und fragt selten, wie es dir geht. Trotzdem sagst du nicht ab, weil ihr euch so lange kennt. Die gemeinsame Geschichte hält dich, obwohl die Gegenwart leer geworden ist.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein Bruch dich als untreu erscheinen lässt. Worauf baust du – auf die Zahl der gemeinsamen Jahre oder auf Begegnungen, die dir heute noch Kraft geben? Eine Freundschaft, die nur noch nimmt, darfst du hinterfragen, ohne undankbar zu sein.
Wer auf Liebe baut, nimmt Abstand und schaut ehrlich hin, was diese Verbindung ihm noch schenkt. Du darfst dich von einer Freundschaft lösen, die dich auslaugt, ohne dich schuldig zu fühlen.