Im Meeting präsentiert dein Kollege einen Vorschlag, den ihr gemeinsam entwickelt habt, als wäre er allein darauf gekommen. Du spürst, wie dir die Worte im Hals stecken bleiben, und sagst nichts. Nachher ärgerst du dich über dich und über ihn. Beim nächsten Mal sitzt du wieder stumm daneben.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein offener Widerspruch die Stimmung im Team zerstört und dich kleinkariert wirken lässt. Worauf baust du – auf einen glatten Schein oder auf die Anerkennung deiner eigenen Arbeit? Wer schweigt, wenn ihm etwas genommen wird, verliert mehr als eine Idee.
Wer auf Liebe baut, sagt ruhig, dass ihr den Gedanken gemeinsam entwickelt habt, und würdigt dabei auch den Kollegen. Du darfst deine Leistung sichtbar machen, ohne den anderen bloßzustellen.