Dein Kollege schiebt dir am Nachmittag einen Termin für den nächsten Morgen zu, obwohl dein Tag voll ist. Du nickst und verschiebst still deine Aufgaben auf den Abend. Am nächsten Tag bist du erschöpft und ärgerst dich innerlich. Gesagt hast du ihm davon nie etwas.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass ein klares Nein dich im Team als schwierig dastehen lässt. Worauf baust du – auf den Ruf, immer zu funktionieren, oder auf Arbeitsabläufe, die auch dir Luft lassen? Wer nie eine Grenze nennt, wird mit seiner stillen Wut allein gelassen.
Wer auf Liebe baut, sagt freundlich, was bis wann möglich ist, und schlägt einen späteren Termin vor. Du darfst deine Grenzen benennen, ohne deshalb ein schlechter Kollege zu sein.