Kaum bist du oben angekommen, legst du zwei Finger ans Handgelenk und zählst. Ist der Wert zu hoch, machst du dir Sorgen; ist er niedrig, beruhigt er dich nur kurz. Dein Körper wird zur Messstation, das Leben zum Test.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass etwas mit deinem Herzen nicht stimmt und du es nur durch ständige Kontrolle im Griff behältst. Worauf baust du – auf das Zählen und Grübeln oder auf das Vertrauen in einen Körper, der dich schon viele Treppen getragen hat?
Wer auf Liebe baut, lässt das Messgerät öfter liegen und atmet nach der Treppe einfach tief durch. Du darfst deinem Körper vertrauen, ohne jede Regung zu prüfen. Er kennt seinen Rhythmus, auch wenn du nicht mithörst.