Beim Kaffee mit deiner Freundin redest du eine Stunde lang über deine Sorgen. Sie hört zu, nickt und tröstet dich. Als sie gehen muss, fällt dir ein, dass du sie kein einziges Mal gefragt hast, wie es ihr geht.
Vielleicht trifft auf dein Reden zu: Dahinter steht Angst: dass du mit deinen Lasten allein bleibst, wenn du nicht endlich einmal alles loswirst. Worauf baust du – auf das Erzählen, das nur eine Richtung kennt, oder auf das Teilen, das auch fragt und zuhört? Eine Freundschaft lebt vom Geben und Nehmen.
Wer auf Liebe baut, fragt beim nächsten Treffen zuerst, wie es dem anderen geht. Du darfst von dir erzählen und trotzdem Raum lassen. Deine Freundin hat auch ein Leben, das gehört werden will.