Der Aufzug in deinem Haus klemmt seit Wochen, doch du wartest trotzdem lieber, statt die zwei Stockwerke zu Fuß zu gehen. Unten klingelst du, oben bist du außer Atem, weil du die Treppe nicht gewohnt bist. Dein Körper hätte die Bewegung längst verdient.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass dir die Puste ausgeht und du dich vor anderen blamierst. Worauf baust du – auf den bequemen Knopf oder auf die stille Stärkung, die dir jeder Aufstieg schenkt?
Wer auf Liebe baut, nimmt ab heute die Treppe, so oft er kann, und atmet dabei ruhig aus. Du darfst langsam gehen und zwischendurch stehen bleiben. Jede Stufe zählt, und niemand beobachtet dich dabei.