Warum bleibt die Angst, wenn die Gefahr längst weg ist?

Angst ist schnell erklärt: Etwas bedroht dich, also spannst du an, läufst weg oder greifst an. Aber warum bleibt dieses Gefühl, wenn die Gefahr längst vorbei ist? Dein Gehirn unterscheidet schlecht zwischen gestern und heute. Was einmal wehgetan hat, speichert es als Warnung ab, die sich auch dann meldet, wenn nur etwas ähnlich aussieht. Aus der Sicht deines Verstandes bist du vernünftig: Er will dich schützen. Aus der Sicht deines Herzens bist du gefangen.

Lucians Antwort darauf: Du hast im Kern nicht viele Gefühle, sondern zwei. Liebe und Angst. Keine Skala, sondern eine Tür, durch die du so oder so gehst. Jede Entscheidung wählt neu.

Das heißt nicht, dass du nie wieder Angst haben darfst. Es heißt, dass du sie bemerkst, bevor sie für dich entscheidet. Frag dich in einem stillen Moment: Handle ich gerade aus Angst oder aus Liebe? Diese Frage verändert die Richtung. Ein kleiner ehrlicher Schritt genügt. Und plötzlich merkst du: Die Gefahr ist weg. Du darfst wieder hingehen.

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