Kaum wach, greifst du nach dem Bildschirm und scrollst durch Nachrichten, die dich nicht betreffen. Dein Nacken ist steif, die Augen sind trocken, doch der Daumen wischt weiter. Dein Körper meldet sich, aber du hörst zuerst auf andere.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass du etwas verpasst, wenn du nicht sofort erreichbar und informiert bist. Worauf baust du – auf die Unruhe des Bildschirms oder auf die ersten stillen Minuten, in denen dein Körper sagt, was er braucht?
Wer auf Liebe baut, lässt das Handy eine halbe Stunde im anderen Zimmer und trinkt zuerst ein Glas Wasser. Du darfst aufwachen, bevor die Welt dich erreicht. Dein Körper war die ganze Nacht bei dir, er verdient den ersten Blick.