Seit zwei Wochen wohnst du in der neuen Straße, und du kennst niemanden. Du grüßt kurz im Treppenhaus, aber zum Klingeln reicht es nicht. Dabei hängt am schwarzen Brett ein Zettel mit einer Einladung zum Nachbarschaftsfest.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass du aufdringlich wirkst, wenn du den ersten Schritt machst. Worauf baust du – auf die Chance, anzukommen, oder auf die vertraute Anonymität, die niemandem etwas schuldet?
Wer auf Liebe baut, klingelt einmal, stellt sich kurz vor und bringt nichts weiter mit als ein offenes Lächeln. Du darfst Kontakt suchen, ohne gleich beste Freunde werden zu müssen.