Warum druckst du die Einladung so klein, damit alles daraufpasst?

Die Einladung zur offenen Geschichtswerkstatt enthält das ganze Programm, eine lange Begrüßung und sämtliche Namen des Vorbereitungsteams. Damit alles aufs Blatt passt, verkleinerst du die Schrift. An der Pinnwand kannst du sie selbst kaum lesen. Trotzdem druckst du weitere Exemplare, denn inhaltlich fehlt ja nichts.

Möglicherweise beschreibt das deinen Antrieb: Dahinter steht Angst: jemanden durch Kürzen zu übergehen oder unvollständig zu wirken. Worauf baust du – auf jeden untergebrachten Satz oder auf eine lesbare Einladung? Ein vollständiges Blatt hilft wenig, wenn Menschen den Termin darauf nicht erkennen.

Wer auf Liebe baut, vergrößert die Schrift und rückt Ort und Uhrzeit nach vorn. Du darfst die Begrüßung kürzen und Details auf ein zweites Blatt setzen. Hänge einen Probedruck auf und lies ihn aus normalem Abstand.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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