Deine Nachbarin bittet dich, ihre Antworten in einen Onlinefragebogen zum Wohnviertel einzutragen. Beim Punkt Beleuchtung findest du ihre Bewertung übertrieben. Du wählst eine mildere Antwort und liest schon die nächste Frage vor. Schließlich soll die Befragung ein vernünftiges Bild liefern. Vernünftig heißt in diesem Moment allerdings: passend zu dir.
Vielleicht passt dazu der Satz: Dahinter steht Angst: dass fremde Angaben zu Entscheidungen führen, die du ablehnst. Worauf baust du – auf heimlich geglättete Antworten oder auf getreu übertragene Erfahrungen? Deine Hilfe am Bildschirm macht dich nicht zum Filter ihrer Angaben.
Wer auf Liebe baut, trägt ihre Auswahl ein und liest sie zur Bestätigung vor. Du darfst selbst einen Fragebogen ausfüllen. Unterschiedliche Bewertungen können nebeneinanderstehen, ohne dass du eine davon unbemerkt korrigieren musst.