Die Unterschriftenliste für den Erhalt des Jugendtreffs liegt vor dir. Deine Nachbarin findet den Treff bestimmt ebenfalls wichtig. Also setzt du ihren Namen gleich unter deinen, damit die Liste voller aussieht. Es fühlt sich hilfreich an. Nur hat sie diese Entscheidung selbst noch gar nicht getroffen.
Vielleicht gilt für diesen Impuls: Dahinter steht Angst: dass eine gute Sache ohne zusätzliche Namen zu wenig Gewicht bekommt. Worauf baust du – auf eine längere Liste oder auf ausdrücklich erteilte Zustimmung? Ein gemeinsames Anliegen ersetzt nicht die Entscheidung der Einzelnen.
Wer auf Liebe baut, streicht den fremden Namen und nimmt der Nachbarin ein leeres Blatt mit. Du darfst überzeugend für den Jugendtreff werben. Ihre Antwort muss trotzdem offenbleiben, auch wenn du mit einem sicheren Ja gerechnet hast.